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Erde, ph-Wert Fragen Thread Tools
Old 04-09-2014, 01:33 PM #1
DWCC
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Erde, ph-Wert Fragen

Tach,

angesichts meiner Probleme mit Kalzium und Magnesium zur Zeit, wollte ich mich mal ein bisschen näher mit dem ph-Wert des Bodens beschäftigen.

Dazu findet man im Internet entweder leider oft widersprüchliches oder für den Leien nicht nachvollziehbares. Zumindest für mich.

Ich habe z.B. gelesen, dass du das Anpassen des Gießwasser ph-Werts, der des Bodens irgendwann auch den selben annehmen soll ?! Bzw dass sich der Ph-Wert des Bodens durch z.B. einen hohen (7.2) auch erhöhen lässt. Das alles deckt sich aber nur zum Teil mit meinen eigenen Beobachtungen.

Als ich den ph-Wert der Erde gemessen habe, mit dem ich zur Zeit Mangelerscheinungen habe, hatte ich beim "Runoff" einen Wert von 5.7 bei einem Ausgangswert von 7 bei meinem Osmosewasser, natürlich mit Lauge erhöht.
Demnach ist der Wert der Erde, Composana Blumenerde (Die extra leichte), mit einem ph-Wert von 5.6 nicht gestiegen, vielleicht sogar gesunken.
Gegossen wurde mit Osmosewasser, mit allen Düngern und Zusätzen, mit einem ph-Wert von 6.5 - 6.8.
Meine Mängel führe ich eigentlich auf die Zeit vor dem Messen des ph-Wertes zurück, da ich nach Zugabe einen Wert von 6.2 erhalten habe, den ich nun meistens mit Lauge oder Silizium erhöhe.

Das spricht für die Puffersystem in der Erde, die den ph-Wert stabil halten. Auf der anderen Seite habe ich in der gleichen Erde eine Mutterpflanze, dessen ph-Wert mittlerweile bei genau 6.5 liegt. Gleiches Osmosewasser, entweder mit Leitungswasser auf 0.3 gemischt oder mit Calmag.


Ich hatte vor diesem Durchgang lange mit Kokos gearbeitet, stehe vllt deshalb etwas auf dem Schlauch, aber davor hatte ich auch schon perfekte Durchgänge mit Erde, nur nicht mit der Composana.

Da hier aber viele diese Erde verwenden, frage ich mich, wie das klappen kann, bei einem Ausgangswert von 5.6, da doch eigentlich der ph-Wert der Erde 6.5 betragen sollte oder?
Sollte ein Wert von 6.5 nicht zwingend notwendig sein, wie kann es sein, dass die Pflanzen nicht ständig Magnesium und Kalziummängel leiden?

Fragen über Fragen, deshalb noch eine. Wie verfahre ich, wenn ich die saure Composana mit Kalk bzw wohl besser Dolomitkalk auf den Wert von 6.5 oder zumindest über 6.0 einstellen möchte?

Würde mich freuen, wenn sich da mal einer durcharbeiten würde und mir vielleicht auch mal n paar Quellen geben würde, wo ich mich selbst etwas besser einlesen kann. Die Sachen auf Wikipedia halfen mir bisher nur bedingt.

Danke vorab
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Old 04-09-2014, 02:46 PM #2
hybried
Guest

Posts: n/a
ich denke das bei dir die mängel auftreten, da du osmose benutzt. versuchs mal mit normalem leitungswasser...

ph bei erde brauchst du die ersten wochen nicht zu regeln... nach ein paar wochen wenn der puffer aufgebraucht wird, kannst du den ph auf 6-6,5 korrigieren.

https://www.hanfjournal.de/hajo-websi.../s6-phwert.php
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Old 04-09-2014, 03:09 PM #3
Only Ornamental
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Hallöchen,
Den wahren pH-Wert der Erde zu ermitteln ist eigentlich nicht wirklich möglich, da Erde keine Lösung, sondern ein Gemisch aus freier Flüssigkeit, gebundener Flüssigkeit und Feststoffen darstellt. So enthält z.B. das Auslauf-Wasser vor allem leicht lösliche Salze aus dem frei verfügbaren Wasseranteil und gibt somit nur einen ungefähren Eindruck des 'wahren' pH's.
Osmosewasser ist sehr rein und hat somit einen etwa neutralen pH, ändert den mangels Pufferkapazität aber schlagartig, wenn man nur schon ein wenig Säure oder Base zufügt. Den pH darin muss man also mit einer Puffermischung anpassen. Eine solche besteht aus einer starken Säure mit einer schwachen Base oder umgekehrt; z.B. Natriumdihydrogenhosphat und Dinatriumphosphat oder ein Gemisch aus Citronensäure und Kalilauge. Natürlich muss hier die Menge an Puffer dem Boden und dem Düngerbedarf angepasst werden.

Wurzeln 'produzieren' Säure ähnlich wie unser Magen, indem sie Protonen an die Umgebung abgeben. Dadurch wird der Boden um die Wurzeln herum saurer, es kommt zu einem Austausch von Protonen gegen Kationen (also Kalium, Calcium, Magnesium, Ammoniak und die meisten Spurenelemente). Die Erde wird nicht nur saurer (pH Gradient), sondern es entsteht auch ein Ladungsgradient (Protonen sind positiv geladen, die Wurzeln werden negativ). Dieser doppelte Gradient ist die treibende Kraft zur Aufnahme nicht nur von Kationen, sondern auch von Anionen; Phosphate, Nitrate, Sulfate etc. werden in einen Co-Transport mit Protonen aktiv 'in die Wurzeln gepumpt'.
Dadurch kann die Pflanze recht gut mit einem breiten pH-Spektrum leben, wobei logischerweise zu sauer (<pH 5.5) eher zum Problem wird.
Lösliche Puffer werden oft von der Pflanze aufgenommen oder abgebaut; der pH einer mit dem Giesswasser zugegebenen Pufferlösung in Erde verändert sich also mit der Zeit.

Und nun habe ich den Faden verloren... einer meiner Hund ist 'rollig' und will seinen Bruder dauernd durchnudeln *grummel*...
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Old 04-09-2014, 04:15 PM #4
northernm
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Welche Mängel hast Du genau? Mg und Cal?
Düngst Du mineralisch oder bio?

Grundsätzlich muss ich sagen, dass ich viel schlechtes über Compo QBE oder auch die 50%-leichter-Version gehört habe was ein Überangebot von N und spätere Mangelerscheinungen angeht, kommt imho relativ häufig vor. Mit QBE hab ich es auch selbst erlebt.

Wie lange stehen denn Deine Mütter in der Erde, Puffer evtl. aufgebraucht?

Ich beachte bei Erde den pH überhaupt nicht, habe einen Grund-pH von ca. 8 und es läuft trotzdem.

Wenn man z.B. bei Erde viel mit Säuren zur pH-Senkung arbeitet und auch noch oft mit (leichtem) Drain gießt, spült man regelmäßig Ca aus dem Boden, was ebenfalls schnell zu Mängeln führt...
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Old 04-09-2014, 05:52 PM #5
DWCC
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Jop, mineralisch, mit Hesi
Mängel sind Ca und Mg. Wahrscheinlich einfach weil ich mit Osmosewasser gearbeitet habe.
Ich würde mich freuen, wenn jemand noch ein bisschen auf meine Fragen oben eingehen würde.
Den Puffer in der Erde begreif ich noch nicht wirklich, also schon, dass z.B. wie in der Composana das Hochmoortorf (oder wie auch immer) den ph nach unten zieht und andere Stoffe wie z.B. Kalk diesen wieder nach oben ziehen, im Zusammenspiel also eine Balance gehalten wird und in diesem Fall "liegt diese Balance" beim ph-Wert von 5.6. Richtig?
Wenn also einer dieser beiden Stoffe aufgebraucht ist, z.B. die Pufferkapazität vom Hochmoortorf, steigt der ph-Wert in der Erde, durch das Calcium im Gießwasser (oder Kalk?). Auch richtig?
Ich habe die selbe Frage auch im englischen Bereich dieses Forums gestellt, woraufhin man mir sagte, dass der ph-Wert der Erde sich NICHT durch den des Gießwassers verändern ließe. Das deckt sich allerdings nicht mit meinen Erfahrungen, sicher bin ich mir aber nicht.
Zum einen ist wie gesagt, der ph-Wert meiner Mutterpflanze, also der der Erde, mittlerweile auf 6.5 hinaufgekraxelt, bei der ich öfter mit einem ph-Wert von 6.5-7 gegossen habe und hauptsächlich mit Leitungswasser. Wo aber besteht der Unterschied zwischen Osmosewasser, welches mit Calmag angereichert wird, also eigentlich auch Calcium enthalten ist und somit den Wert nach oben verändern sollte und Leitungswasser.
Besteht der unterschied zwischen den beiden, dass kein Kalk enthalten ist?
Für das verändern des ph-Wertes der Erde durch das Gießwasser spricht ja eigentlich auch, dass man den Wert des Wassers runter oder hochregelt, auf 6.5. Wenn sich der Erdwert nicht ändern würde, würde ja schließlich das Wasser immer wieder auf den Wert von 5.6 einpendeln und auch dadurch entstehen die Mängel. Spricht wieder dafür, dass der Wert sich nicht ändert. FU CK, ich bin echt am Arsch was das angeht. Ich werde demnächst definitiv den Wert des Osmosewassers auf 300 ppm mit Leitungswasser bringen, dennoch würde ich gerne die Hintergründe verstehen.
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Old 04-09-2014, 06:02 PM #6
DWCC
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Only Ornamental, deinen Beitrag hatte ich gerade gar nicht gesehen.
Schon sehr Informativ, danke dafür.
Der Boden wird also im Laufe der Zeit immer saurer, durch Dünger und das Ausscheiden von Abfallstoffen der Wurzeln?
Deswegen mit Leitungswasser gießen, da die Stoffe wie Kalk und Calcium dieser Versauerung entgegen wirken und den ph-Wert allmählich nach oben treiben.

Theoretisch wird, wenn ich also mit Leitungswasser auf 6.5 angepasst gieße, der Wert der Erde durch die Kalk und Calcium nach oben gebracht und durch die Säure auf 6.5 gehalten?

Entschuldigt wenn ich zwei,drei und vierfach frage, aber ich zerbrech mir seit Tagen den Kopf darüber
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Old 04-09-2014, 08:44 PM #7
Only Ornamental
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Originally Posted by DWCC View Post
Der Boden wird also im Laufe der Zeit immer saurer, durch Dünger und das Ausscheiden von Abfallstoffen der Wurzeln?
Deswegen mit Leitungswasser gießen, da die Stoffe wie Kalk und Calcium dieser Versauerung entgegen wirken und den ph-Wert allmählich nach oben treiben.

Theoretisch wird, wenn ich also mit Leitungswasser auf 6.5 angepasst gieße, der Wert der Erde durch die Kalk und Calcium nach oben gebracht und durch die Säure auf 6.5 gehalten?

Entschuldigt wenn ich zwei,drei und vierfach frage, aber ich zerbrech mir seit Tagen den Kopf darüber
Lass mich mal deinen Beitrag Satz für Satz zerlegen (hoffe, Du hast nix dagegen ).
Dünger kann den pH in jegwelche Richtung bringen, hängt ganz davon ab, was und wieviel man gibt. Pflanzen machen den Boden wenige Mikrometer um die Wurzeln herum saurer; dies ist allerdings kein nachhaltiger Effekt. Die Wurzeln scheiden auch nicht Abfallstoffe aus, sondern nur Protonen (also Wasserstoffatome ohne Elektron) oder eben genau das, was eine Brønsted-Säure ausmacht. Wie auch immer, Pflanzenabfallstoffe und tote Wurzeln werden durch teilweise Zersetzung tendenziell leicht sauer, so wie Torf. Den Effekt hat man aber nur im Garten, nicht im Topf.
Nebenbei, Kalk ist Calciumcarbonat. Und ja, das treibt den pH nach oben. Wieso, dazu komme ich sonst später nochmal (vielleicht allerdings nicht mehr heute).
Deine Annahmen mit dem Giesswasser ist grob betrachtet richtig, hat aber viel mehr dahinter als man denkt. Deshalb kann es sein, dass man lange nichts bemerkt. Dies hat z.B. mit der schlechten Löslichkeit von Kalk zu tun (der puffert also erst, wenn er in Lösung geht, bzw. er puffert gar nicht, sondern neutralisiert lediglich Säuren -> pH = 7).
Man merkt, dass Du Dir den Kopf wund denkst .
Muss leider schon wieder, komme aber darauf zurück.
Darf ich noch fragen, was Du für einen 'schulischen' Hintergrund hast? z.B. sagen Dir sigmoidale Kurve oder Pufferkapazität etwas und hast Du ein gewisses Basisverständnis für Chemie? So kann ich besser einschätzen, wie ichs Dir sinnvoll erklären kann .

P.S. Du hast DEN Beitrag aber schon gesehen?
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Last edited by Only Ornamental; 04-09-2014 at 10:15 PM.. Reason: P.S. Angefügt
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Old 04-09-2014, 10:35 PM #8
Grow_engineer
Per aspera ad astra

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Ich glaube nicht dass deine Mängel auf den pH Wert zurückzuführen sind:

Ich hatte in einem Durchgang mal SuperSkunk von Sensi als Scrog in je 8L Plagron Royality. Ich habe meist unverschnittenes Osmosewasser verwendet und damals ein Starterkit von der kompletten Sensi Reihe.

Nach einer sehr langen Vegi hatte ich bereits in der 4. Blütewoche Probleme vorallem mit Magnesium Mängeln. Ich habe dann MineralMagic bis an die Lösilichkeitsgrenze verwendet.

In mit essigsauerer Lösung Mineralmagic Lösung habe ich die Mängel im zaumhalten können und hatte letztendlich dichtes Grün und 0,6g/W sehr feines Zeug.

Ich will sagen:
Hesi enthält wenig Mg und Ca da diese als Härtebildner im Trinkwasser vorkommen und die Düngerkomponenten darauf ausgelegt sind.
Es gibt auch Weichwasser Dünger die sicher gut funktionieren würden.

Ich mische heute meine Erden selbst und verzichte auf exzessive Dünger gaben.
Derzeit hab ich kein Weed stehen - das nächste Experiment wird jedoch (genau wie mein Gemüseanbau) organisch.
__________________
Gruß
Ing.

"Planung ist das Ersetzen des Zufalls durch den Irrtum"


"Blumen - diese angemalten Huren der Pflanzenwelt!" H.J.S.
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Old 04-09-2014, 11:07 PM #9
DWCC
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Join Date: Jan 2013
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Only Ornamental: Sigmoidale Kurve sagt mir leider nichts, werde ich mir aber morgen mal angucken, bin jedenfalls gewillt den Quatsch zu verstehen.
Was man als Basiswissen in Chemie ansieht ist wohl Ansichtssache Würde aber sagen dass ich mit dem ein oder anderen was anfangen kann und auch unter Pufferkapazität kann ich mir was vorstellen.
Mache zur Zeit Abitur bzw bin fast durch. Im nachhinein kann ich sagen, dass das jeder Depp hinkriegt, deswegen hoffe ich mal, dass ich mit deiner Unterrichtseinheit (hoffentlich) morgen was anfangen kann.
Danke schon mal für deine Hilfe bis hierhin, hab schon gedacht ich muss erst in dem Bereich studieren ums zu verstehen
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Old 04-10-2014, 08:54 AM #10
northernm
Member

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Originally Posted by DWCC View Post
Only Ornamental, deinen Beitrag hatte ich gerade gar nicht gesehen.
Schon sehr Informativ, danke dafür.
Der Boden wird also im Laufe der Zeit immer saurer, durch Dünger und das Ausscheiden von Abfallstoffen der Wurzeln?
Deswegen mit Leitungswasser gießen, da die Stoffe wie Kalk und Calcium dieser Versauerung entgegen wirken und den ph-Wert allmählich nach oben treiben.

Theoretisch wird, wenn ich also mit Leitungswasser auf 6.5 angepasst gieße, der Wert der Erde durch die Kalk und Calcium nach oben gebracht und durch die Säure auf 6.5 gehalten?

Entschuldigt wenn ich zwei,drei und vierfach frage, aber ich zerbrech mir seit Tagen den Kopf darüber
Ich finde Deine Gedankengänge absolut nachvollziehbar und Du stellst vorallem auch die richtigen Fragen, leider kann ich Dir in bei chemischen Prozessen nicht weiter helfen, bei mir ists reine Erfahrung.

Lese aber ebenfalls hochinteressiert mit!


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Originally Posted by Only Ornamental View Post
Lass mich mal deinen Beitrag Satz für Satz zerlegen (hoffe, Du hast nix dagegen ).
Dünger kann den pH in jegwelche Richtung bringen, hängt ganz davon ab, was und wieviel man gibt. Pflanzen machen den Boden wenige Mikrometer um die Wurzeln herum saurer; dies ist allerdings kein nachhaltiger Effekt. Die Wurzeln scheiden auch nicht Abfallstoffe aus, sondern nur Protonen (also Wasserstoffatome ohne Elektron) oder eben genau das, was eine Brønsted-Säure ausmacht. Wie auch immer, Pflanzenabfallstoffe und tote Wurzeln werden durch teilweise Zersetzung tendenziell leicht sauer, so wie Torf. Den Effekt hat man aber nur im Garten, nicht im Topf.
Nebenbei, Kalk ist Calciumcarbonat. Und ja, das treibt den pH nach oben. Wieso, dazu komme ich sonst später nochmal (vielleicht allerdings nicht mehr heute).
Deine Annahmen mit dem Giesswasser ist grob betrachtet richtig, hat aber viel mehr dahinter als man denkt. Deshalb kann es sein, dass man lange nichts bemerkt. Dies hat z.B. mit der schlechten Löslichkeit von Kalk zu tun (der puffert also erst, wenn er in Lösung geht, bzw. er puffert gar nicht, sondern neutralisiert lediglich Säuren -> pH = 7).
Man merkt, dass Du Dir den Kopf wund denkst .
Muss leider schon wieder, komme aber darauf zurück.
Darf ich noch fragen, was Du für einen 'schulischen' Hintergrund hast? z.B. sagen Dir sigmoidale Kurve oder Pufferkapazität etwas und hast Du ein gewisses Basisverständnis für Chemie? So kann ich besser einschätzen, wie ichs Dir sinnvoll erklären kann .

P.S. Du hast DEN Beitrag aber schon gesehen?
Wäre echt genial, wenn Du das noch weiter ausführen könntest, jede Information ist hoch willkommen!
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